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Eukanuba Cat Expert
Allergien




Die Besitzer von Haustieren, die an Allergien leiden, kennen diese Symptome nur zu gut: Juckreiz, trockene Haut und Schuppen, ein struppiges, glanzloses Haarkleid. Einige Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Allergieforschung bei Kleintieren versprechen jedoch zumindest eine gewisse Erleichterung für Hunde, Katzen und nicht zuletzt für ihre Besitzer. Veränderungen in der Ernährung von Katzen können dazu beitragen, Überempfindlichkeitsreaktionen bereits auf Zellebene entgegenzuwirken.

 Die Ursachen

Das Immunsystem schützt die Katze vor Erkrankungen. Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf eine Substanz, die der Körper als körperfremd wahrnimmt. Aus irgendeinem Grund veranlaßt diese spezielle Substanz das Immunsystem, den ”Eindringling” (das Allergen) mit erhöhtem Kraftaufwand zu bekämpfen. Da der Körper auf diese Substanz äußerst empfindlich reagiert, bezeichnen wir dieses Verhalten als Überempfindlichkeit oder eine Überreaktion auf diese Substanz. Die Allergie wird durch das Eindringen von einem oder mehreren zusätzlichen Allergenen ausgelöst, die Entzündungen, Nesselausschlag und Haarausfall an den betroffenen Körperstellen der Katze verursachen. Viele allergische Prozesse der Haut treten bei Hunden und Katzen gleichermaßen auf; die meisten Fälle entfallen jedoch auf drei spezifische Problembereiche: Überempfindlichkeit gegen Flohbißallergene, gegen Atmungsallergene (Atopie) und gegen Futtermittelallergene.

 Dermatitis aufgrund einer Flohbißallergie (FBAD)

Die häufigste allergische Reaktion bei Katzen wird durch Flohbisse verursacht. Dermatitis aufgrund einer Flohbißallergie (FBAD) betrifft männliche ebenso wie weibliche Katzen aller Rassen. Jede Katze, die mehr als 6 Monate alt ist, kann eine Flohbißallergie entwickeln; meist tritt sie jedoch zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr auf. Tiere, die besonders empfindlich auf Atmungsallergene (zum Beispiel Blütenstaub) reagieren, sind häufig auch überempfindlich gegen Flohbisse. An FBAD erkrankte Haustiere leiden häufig unter Juckreiz, Haarausfall und infektiösen Hautkrankheiten, die vor allem im unteren Bereich des Rückens und an den Oberschenkeln auftreten. Der Juckreiz kann leicht oder heftig sein und erstreckt sich häufig auch auf den Halsbereich. FBAD steht in engem Zusammenhang mit der jahreszeitlich bedingten Entwicklung der Flohpopulation. In Gebieten mit langen Wintern bleibt die Flohpopulation tatsächlich gering und nimmt erst mit dem Einsetzen der warmen Frühlingswitterung zu. Tiere, die ständig Flöhen ausgesetzt sind, leiden mit geringerer Wahrscheinlichkeit unter FBAD als Tiere, die nur zu bestimmten Jahreszeiten den Flöhen ausgesetzt sind. Die übliche Behandlung bei FBAD besteht in der Bekämpfung der Flöhe und einer systemischen Cortisonbehandlung (Corticosteroide), die den Juckreiz wirksam mindert. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, daß sich eine gut abgestimmte Zusammensetzung der Fettsäuren in der Nahrung der Haustiere positiv auswirken und entzündliche Prozesse lindern helfen kann.

 Überempfindlichkeit gegen Atmungsallergene (Atopie)

Als zweithäufigste allergische Erscheinung bei Katzen sind Überempfindlichkeitsreaktionen aufgrund von Atmungsallergenen, wie z.B. Blütenstaub, zu nennen. Die Tiere sind auf zweierlei Weise den Allergenen ausgesetzt: das auslösende Allergen kann durch die Atmung oder über die Haut aufgenommen werden. Das erste Anzeichen für eine Atopie ist Juckreiz. Da dies auch das Hauptsymptom von anderen Allergietypen ist, muß die Ursache für die Allergie Ihrer Katzen durch eine gründliche Untersuchung bei Ihrem Tierarzt geklärt werden. Eine Atopie verschlimmert sich häufig mit zunehmendem Alter, wenn sie nicht identifiziert und einwandfrei behandelt wird. Corticosteroide erlauben eine wirksame medikamentöse Behandlung einer Atopie. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Desensibilisierung (”Allergieimpfungen”), die die Antigentoleranz des Körpers erhöht. Dadurch wird die allergische Reaktion verzögert oder vermindert und eine Erfolgsquote von 50 bis 80 % der Fälle erreicht. Weiterhin kann sich wie bei FBAD eine gut abgestimmte Fettsäurenzusammenstellung in der Nahrung positiv auswirken.

 Nährstoffunverträglichkeiten

Nährstoffunverträglichkeiten sind für die wenigsten Fälle von allergiebedingten Überempfindlichkeitserkrankungen verantwortlich. Die tatsächliche Inzidenz ist schwierig zu schätzen. Wie kann man feststellen, ob eine Katze allergisch auf ein Produkt reagiert? Einfach, indem man dem Tier das ”verdächtige” Produkt nicht mehr anbietet und beobachtet, ob die Symptome verschwinden. Im Gegenzug muß darauf geachtet werden, ob die Symptome wieder auftreten, wenn das Produkt erneut verabreicht wird. Bei einer echten Futtermittelallergie ist der Juckreiz das entscheidende Symptom. Eine Vermeidung der auslösenden Allergene ist die einzige wirksame Möglichkeit, eine Futtermittelallergie in den Griff zu bekommen. Da die meisten Futtermittelallergene Nahrungsproteine sind, besteht der erste Schritt in einer Umstellung der Katzennahrung, die Sie verwenden. Wenn Ihre Katze allergisch auf ein Produkt auf Rindfleischbasis reagiert, sollten Sie auf ein Produkt mit Hühnerfleisch umstellen. Wenn ein Produkt auf der Basis von Hühnerfleisch das Problem ist, sollten Sie es mit einem Produkt mit Lammfleisch versuchen. Viele Produkte enthalten eine Vielzahl von Proteinen, so daß man schon ein wenig experimentieren muß, um den Grund der Überempfindlichkeit Ihrer Katze zu lokalisieren. Sie sollten unbedingt die Liste der Inhaltsstoffe von verschiedenen Produkten lesen!

 Neue Konzepte bei der unterstützenden Behandlung von Allergien

Keine der Überempfindlichkeitserkrankungen ist heilbar. Forschungsergebnisse lassen jedoch den Schluß zu, daß zwei diätetische Faktoren eine Linderung der Symptome bewirken können: ein leicht aufschließbarer, neuer Proteinlieferant kann die Wahrscheinlichkeit von allergischen Reaktionen vermindern und ein optimales Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren unterstützt die Behandlung allergiebedingter entzündlicher Hautprozesse. Die Umstellung der Ernährung Ihrer Katze kann dazu beitragen, das Allergieproblem in den Griff zu bekommen und u. U. eine niedrigere Dosierung der Medikamente ermöglichen. Eine optimale Diät kann in Verbindung mit den richtigen Medikamenten die Allergiesymptome Ihrer Katze wirksam lindern . Sie sollten Ihren Tierarzt nach den entsprechenden Behandlungsmethoden und klinischen Allergiediätprodukten fragen